Extended-Reality-Systeme werden häufig allein an ihrer technischen Leistung gemessen: Bildrate, Latenz, Trackinggenauigkeit. Diese Größen sind unverzichtbar, aber sie erklären nicht, ob eine Anwendung außerhalb des Labors tatsächlich bedienbar, fesselnd und sicher ist.
In unserer Forschung verbinden wir deshalb subjektive und objektive Messungen:
- Subjektive Maße: standardisierte Fragebögen zu Quality of Experience (QoE), Bedienbarkeit, Präsenzerleben, Beanspruchung und Simulatorübelkeit.
- Objektive Maße: Verhaltensprotokolle (Bearbeitungsdauer, Fehlerraten, Interaktionsspuren) sowie psychophysiologische Signale, etwa Herzratenvariabilität und Hautleitfähigkeit.
Dieser zusammengeführte Blick beantwortet praktische Fragen:
- Welche Interaktionstechnik trägt zugleich hohe Leistung und geringe kognitive Belastung?
- Wie stabil sind die Reaktionen der Nutzerinnen und Nutzer über verschiedene Kontexte hinweg — Lernen, Training, Digital Health?
- Welche Signale taugen in Längsschnittstudien als verlässlicher Ersatz für Erlebnisqualität?
In den nächsten Beiträgen berichte ich in kurzen Notizen aus der laufenden Arbeit an menschzentrierter XR-Evaluation und darüber, was sich daraus für den Entwurf künftiger immersiver Systeme ergibt.